Einen Gehaltsrechner gebaut
Jedes Mal bei Gehaltsverhandlungen musste ich nachschlagen, was tatsächlich auf dem Konto landet. Die Rechner, die ich fand, verlangten eine Anmeldung, begruben die Antwort unter Werbung oder zeigten nie, wie sie auf die Zahl kamen. Mich hat das gestört, also nahm ich an, dass es andere auch stört.
Ich habe fünf gebaut: Nettogehalt, Abfindung, Jahresurlaub, Wochenruhezuschlag und die vier Sozialversicherungen. Jeder zeigt jeden Abzug einzeln. Nützlich ist das nur, wenn man es neben die echte Gehaltsabrechnung legen kann.
Es gibt keine Datenbank. Jede Berechnung läuft im Browser, nichts wird irgendwohin gesendet. Es gibt auch keine Anmeldung. Das heißt: keine persönlichen Daten, die abfließen könnten, kein Server, der ausfallen kann, und nichts zu administrieren. Übrig bleibt eine einzige wiederkehrende Aufgabe — einmal im Jahr die gesetzlichen Sätze aktualisieren.
Das war kein Zufall. Ich hatte vorher die Vorfallsberichte gelesen: Ein Dienst gab dreizehntausend Ausweisfotos preis, weil eine einzige Zugriffsregel nicht aktiviert war. Daten, die man nie erhebt, können nicht abfließen.